• Tanzania-NetTalk "My Dress - My Choice!"

    Wir laden alle Interessierten zu unserem nächsten NetTalk am 14. Dezember 2022 zum Thema "My Dress - My Choice" ein.

    18 Uhr (MEZ)

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    Nach einem Vergewaltigungsvorfall formierten sich im Jahr 2014 unter dem Hashtag #mydressmychoice in Nairobi Proteste gegen sexuelle Übergriffe, die mit vermeintlich ‚zu freizügiger Kleidung‘ gerechtfertigt wurden. 

    #Mydressmychoice hat auch in Tansania Menschen für geschlechterbasierte Gewalt und Ungleichbehandlungen sensibilisiert und zu Debatten in den Sozialen Medien geführt. Denn auch tansanische Frauen laufen Gefahr, aufgrund ihrer Kleidung im öffentlichen Raum belästigt zu werden.

    Konservative Meinungen hingegen befürworten Kleidervorschriften mit dem Argument, sie stünden im Einklang mit den kulturellen Normen Tansanias und wahrten den nötigen Anstand und Respekt.

    So gelten in vielen öffentlichen Gebäuden und an den Unis Kleidervorschriften, die am Eingang an Schautafeln abzulesen sind. Es finden sich Hinweise sowohl für Männer als auch für Frauen. Öfters als Männern wird jedoch Frauen der Einlass verwehrt mit der Aufforderung, sie sollten sich etwas Angemesseneres anziehen oder einen Khanga überwerfen.

     

    Im Juni 2021 kam es zu einem viel diskutierten Vorfall im tansanischen Parlament: Die weibliche Abgeordnete MP Condester Sichalwe wurde vom Parlamentspräsidenten Job Ndugai aufgefordert, die Nationalversammlung zu verlassen und wiederzukommen, wenn sie sich "etwas Besseres angezogen" habe. Auslöser für den Rauswurf war die Beschwerde eines männlichen Kollegen nach dessen Empfinden die Hose Sichalwes „zu eng“ war. Einige Stunden nach dem Vorfall veröffentlichte die tansanische Regierung einen Leitfaden für Staatsbedienstete, und es stellte sich heraus, dass Sichalwes Outfit einer solchen entsprochen hatte.

    Wir sprechen mit MP Condester Sichalwe und der Journalistin Elsie Eyakuze über die Dimensionen von geschlechtsspezifischer Diskriminierung, Willkür und Machtmissbrauch, die dieses Thema birgt.

    Zum Einstieg in die Diskussion haben wir O-Töne aus Tansania gesammelt, in denen Frauen ihre Geschichten erzählen.

    Der NetTalk findet auf Englisch statt und dauert etwa 1 Stunde.

    KARIBUNI WOTE!

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  • Online-Seminarreihe Tourismus

    Online- Seminarreihe „Tourismus“

    Im Frühjahr 2023 widmen wir uns in einer Online-Veranstaltungsreihe dem Thema Tourismus.

    Als größter Devisenbringer ist der Tourismus das wichtigste Zugpferd der tansanischen Wirtschaft und hat damit großes Potential, direkt oder indirekt, zu den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen beizutragen. Die Corona-Pandemie hat jedoch gezeigt, wie fragil der so beschäftigungsintensive Sektor ist. Die seit einiger Zeit wieder stark ansteigenden Touristenzahlen erwecken den Anschein, als sei die Krise längst überwunden. Die Regierung investiert massiv in die Tourismus-Infrastruktur sowie in die Vermarktung. Bei diesem Studientag möchten wir uns der Frage widmen, welche Risiken mit dem Tourismusboom verbunden sind und welchen Preis die Menschen und die Umwelt hierfür zahlen. So sind beispielweise ca. 70.000 Maasai akut von Vertreibung bedroht und Proteste von Betroffenen wurden unlängst gewaltsam niedergeschlagen. Auch die geplante Seilbahn zur Spitze des Kilimanjaro hätte fatale Folgen für die einzigartige, aber empfindliche Flora und Fauna des Berges. Neben den hier angesprochene Problemfeldern soll bearbeitet werden, welche Chancen sich aus dem Tourismus für die Entwicklung des Landes ergeben. Wie kann Tourismus in Tansania aussehen, bei dem Menschrechte gewahrt werden und von dem möglichst viele Menschen profitieren (SDG 8) und der zugleich nachhaltig ist und die Umwelt schont (SDG 13-15)? 

    Als Kooperationspartner für die Veranstaltungsreihe konnte wir die Arbeitsstelle Tourism Watch bei Brot für die Welt gewinnen. 


     

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